Schon als kleines Kind probierte ich mich in verschiedensten Dingen aus. Die Liebe zu handwerklichen Arbeiten habe ich erfreulicherweise mit in die Wiege gelegt bekommen, wie man so schön sagt.

Zuerst begann ich zwar eine akademische Laufbahn, merkte jedoch ganz schnell, dass der Schreibtisch nicht der richtige Arbeitsplatz für mich ist.

Den ersten Kontakt mit einem Westernsattel hatte ich 1994 als ich Johann Joachim und Ralf Drinsinger (Continental-Pullman Saddlery) kennenlernte.

Nach kurzem Kennenlernen waren sie von meinen handwerklichen Fähigkeiten überzeugt und haben mich kurzerhand eingestellt. Ich habe begonnen kleinere Reparaturen durchzuführen und das „Finishing“ der Sättel zu übernehmen. Die Arbeit mit den Sätteln machte mir großen Spaß und schon kurze Zeit später stand mein Entschluß fest:

„Ich will Sattler werden!“

Johann und Ralf unterstützten mich in meiner Entscheidung und schon im Januar 1995 hatte ich den ersten Aufenthalt bei der PULLMAN- SADDLERY in New Palestine/Indiana.

Dort hatte ich die perfekte Möglichkeit von den Sattelmeistern in die hohe Kunst des Westernsattelbaus eingeführt zu werden. Schritt für Schritt lernte ich Details kennen, welche die Qualität eines Westernsattels ausmachen und ihn zu einem einmaligen handwerklichen Meisterstück werden lassen.

Es folgten noch weitere Aufenthalte in den USA, und im Frühjahr 1998 begann ich ein mehrmonatiges Praktikum bei Stefan Luchmann und Wolfgang Fey von „High Horse Saddle“. In dieser Zeit entstanden die ersten eigenen Sättel.

Seither baue ich individuelle Maß-Sättel nach Kundenwunsch, führe Reparaturen durch, entwerfe individuelle Kopfstücke, Sporenriemen und baue freiberuflich auch weiterhin Sättel für Pullman.

Die Entscheidung diesen Weg zu gehen und diesen selten Beruf zu erlernen und auszuüben habe ich keinen einzigen Tag bereut!